Herzlich willkommen!


Ein heller Kerzenschein,

mit seinem warmen Licht,

sieh wie er sanft die

Dunkelheit durchbricht.

Ist die Kerze auch noch so klein.

Erfüllt sie doch den Raum

mit ihrem Schein.

 



Große Vorfreude auf den Schulcampus!

 

Am 26. Mai 2022 war es soweit, die Bauarbeiten am neuen Schulcampus haben offiziell begonnen!

 

 

Seinem Ruf als Schulstadt will Hollabrunn künftig noch eindrucksvoller gerecht werden. Dafür soll der Schulcampus in der Josef Weisleinstraße sorgen. Für das Mega-Projekt, bei dem zeitgemäßer Unterricht und Umweltfreundlichkeit großgeschrieben werden, wurde nun der Spatenstich durchgeführt.

Veranschlagte Errichtungskosten: 25,2 Millionen Euro.

20 Volksschulklassen, elf Sonderschulklassen, Räumlichkeiten für die Musikschule und die Schulische Nachmittagsbetreuung sowie eine Dreifachturnhalle werden hier errichtet. Synergien sollen optimal genutzt werden, wie Bürgermeister Alfred Babinsky betont. Gabriele Mattes, Direktorin der beiden Volksschulen, ist „sehr froh, dass die schulische Tagesbetreuung im selben Haus sein wird“. Damit werde die Zusammenarbeit zwischen Pädagogen und Betreuern ebenso vereinfacht wie der professionelle Austausch unter den Lehrerinnen.

 

„So macht Sportunterricht Spaß!“

Dass der Schulcampus inmitten der Sport- und Freizeiteinrichtungen der Stadt entsteht, freut Vizebürgermeister Kornelius Schneider als Sportstadtrat besonders: „Vom Fußballplatz im Stadion über die Beachvolleyball- und Tennisplätze bis zum Eislaufplatz, der in der warmen Jahreszeit als Ballspielplatz vielfältig nutzbar ist – alles ist in nur wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. So macht Sportunterricht Spaß!“ Durch einen neuen Verbindungsweg zum vorhandenen Steg über den Göllersbach zur Mittelschule werden auch hier die Wege verkürzt und die gemeinsame Nutzung verschiedener Räume der Mittelschule durch die Musikschule sichergestellt.

Outdoor-Klasse in Form einer Loggia

Architektonisch wird der Campus aus mehreren Gebäudeteilen bestehen, die so zueinander ausgerichtet sind, dass Innenhöfe entstehen. Diese werden als Grünflächen gestaltet, sind Pausenhof und bieten Raum für freies Spiel am Nachmittag. In jedem Stockwerk eines Gebäudeteiles werden Organisationseinheiten mit vier Klassen, zwei Aufenthaltsräumen, einem Gruppenraum, Garderobe, Nasszellen und einem großzügigen „Marktplatz“ gebildet. Dazu gibt es jeweils eine Outdoor-Klasse in Form einer Loggia, die Unterricht im Freien ermöglicht.

Gerüstet für noch größeren Platzbedarf

„Bei der Planung haben wir besonderen Wert auf eine offene Gestaltung in nachhaltiger Bauweise gelegt“, betont Architekt Ernst Maurer. Es werden lichtdurchflutete Räume geschaffen, der Baustoff Holz schafft angenehmes Raumklima. Durch die Anbindung zum Stadtsaal bietet sich eine kompakte, zusammenhängende Lösung, die jederzeit kostengünstig erweiterbar sei. Denn es sei damit zu rechnen, dass in einigen Jahr ein noch größere Platzangebot nötig sein wird als heute, so Maurer: „Da es wesentlich günstiger ist, gleich zu bauen als in ein paar Jahren eine neue Baustelle zu eröffnen, wird bereits vorausgedacht und von vornherein eine zusätzliche Einheit mit vier Klassen gebaut, die aber noch nicht in Betrieb genommen wird.“

Die Schulleiter waren von Anfang an in die Planung miteingebunden, die Freude über das großzügige Platzangebot ist groß: Neben den Klassenzimmern entstehen eine gemeinsam nutzbare Aula mit kleiner Bühne für schulische Veranstaltungen sowie Funktions- und Nebenräume. Und das alles barrierefrei, was besonders für die Allgemeine Sonderschule von großer Bedeutung ist.

Großzügige Haltestellen und Kurzparker

Die Josef Weisleinstraße wird künftig verkehrsberuhigt sein, die Straßenführung hinter den Teich verlegt. „Mehr Sicherheit, geringe Lärmbelastung“, attestiert Stadtchef Babinsky. Vorgesehen sind weiters großzügig dimensionierte Bushaltestellen und Kurzparkmöglichkeiten, die Gelegenheit für ein sicheres Begleiten der Eltern in die Schule bieten.

Der geplante Neubau in – vorwiegend – Holzbauweise werde weitestgehend energieautark ausgeführt, wie Vizebürgermeister Schneider betont. Mittels Tiefenbohrungen wird das Gebäude je nach Bedarf geheizt oder gekühlt. Dafür wird ein Fußbodenheizungssystem vorgesehen, das die Temperatur regelt – mit Ausnahme der Turnhalle: Dort erfolgen Beheizung und Kühlung über ein Zentrallüftungsgerät mit integrierter hochwertiger Wärmerückgewinnung.

Die Flachdächer der einzelnen Gebäudeabschnitte seien für die Nutzung von Sonnenenergie exzellent geeignet, weshalb zusätzlich eine große Photovoltaik-Anlage angedacht ist.

Hollabrunner Unternehmen sind mit an Bord

Laut Bundesvergabegesetz ist für ein Projekt dieser Größenordnung eine EU-weite Ausschreibung vorgegeben. Dass dennoch einige heimische Unternehmen mitwirken, sei erfreulich. Neben der Planung des Architekturbüros Maurer werden die Elektroinstallationen von der Redl GmbH ausgeführt, die Tiefenbohrungen von der ARGE Geothermie (SBG Hollabrunn), und die Sanitärinstallationen auf den ersten Blick zwar von einem Vorarlberger Betrieb, der Firma Stolz, die jedoch die Arbeiten gemeinsam mit der Friedel GmbH und der Seifried Sanitär- & Heizungstechnik GmbH umsetzen wird.

Weitere beauftragte Unternehmen: Leyrer & Graf BaugmbH (Gmünd), Weiskircher GmbH & Co KG (Hötzelsdorf), Graf Holztechnik GmbH (Horn), Schinnerl Metallbau GmbH (Tulln), Fa. Fritscher GmbH (Hörsching), DWH-Dach&Wand Huemer&Co GmbH (Marchtrenk) sowie ARGE F&L Regeltechnik Elektrotechnik (Hürm).

 

Zahlen & Fakten:

  • Grundstücksgröße: 58.002,85m²
  • bebaute Fläche: 7.575m²

(Fotos und Bericht: NÖN Hollabrunn)